Spezialschulungen

Neben den Grundschulungen, in denen den Schulungsteilnehmern die Grundlagen für Ihre Arbeit in der Personalvertretung vermittelt bekommen, bietet das Bildungswerk auch Schulungen zu ausgewählten Themenfeldern an; die sogenannten Spezialschulungen.

Sie finden unter jeder Seminarbeschreibung ein Formular zur Anmeldung. Sollten Sie Fragen haben, helfen Ihnen Corina Yap und Christoph Pompino aus unserer Geschäftsstelle gerne weiter.

Geschäftsführung im Personalrat

Nur eine ordnungsgemäße Geschäftsführung sichert Ihnen einen optimalen und reibungslosen Ablauf Ihrer Personalratsarbeit im Plenum, in den Ausschüssen und in Ihrer täglichen Arbeit im Personalratsbüro. Nach Ansicht der Verwaltungsgerichte sind die Inhalte und Kenntnisse, die in diesem Seminar vermittelt werden, für jeden Personalrat (regelmäßig für ein Mitglied) erforderlich.

Im Rahmen des Seminars befassen wir uns mit vielfältigen Fragen: Wie sind Einladungen, Tagesordnungen und Niederschriften zu verfassen? Wer muss sie wann erhalten? Wer unterschreibt sie? Wer ist Hausherr bei Ihren Personalversammlungen? Wie gestalten Sie die wichtigen Versammlungen? Sie erfahren außerdem, welche Schritte notwendig sind, wenn der Personalrat sich entschließt, einen Beschluss von einem Verwaltungsgericht zu erwirken. Zunächst erörtert das Seminar jedoch die Frage, wann es Sinn ergibt, diesen Weg zu beschreiten. Sie erfahren auch, wie der dazugehörige Beschluss formuliert sein muss und wie die Beschlussfassung im Personalrat zu erfolgen hat. Die Schulungsleiter klärt Sie auch darüber auf, wie die Mandatierung eines Rechtsanwaltes ordnungsgemäß zu regeln ist.

Konflikte in der Dienststelle

Aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsbereiche und Interessen von Personalrat, der Vertrauenspersonen, Dienststellenleitung, Beteiligungspartnern und Wahlbereich besteht an deren Schnittstellen ein ständiges Spannungsfeld. Hier sind Konflikte nicht nur ausgeschlossen, sondern gehören zum Alltag.

Das Seminar Konfliktmanagement vermittelt Ihnen Wissen und Fähigkeiten, wie Sie kompetent und lösungsorientiert in Konfliktsituationen reagieren. In der Schulung hinterfragen Sie kritisch Ihr eigenes Verhalten und das Ihres Gesprächspartners und erkennen so schneller mögliche Konflikte und Missverständnisse. Sie lernen besser zu kommunizieren und verbessern somit die Zusammenarbeit mit dem Wahlbereich und den Beteiligungspartnern. Sie werden Methoden und Techniken erlernen, die eine soziale und fachkundige Durchführung der Handlungsschritte der Personalvertretung unterstützen und fördern.

Beteiligung im Rahmen der Arbeitszeitgestaltung für Personalvertreter

Die Beteiligung bei den Regelungen zur Arbeitszeit gehört zum Kerngeschäft der Personalvertretungen. Erschwert wird diese Aufgabe durch unterschiedliche Rechtsgrundlagen und bestehende Unklarheiten bei der Anwendung der SAZV. Durch den Abschluss der Rahmendienstvereinbarung ist nun weitere Bewegung in dieses Aufgabenfeld gekommen, zumal die Rahmendienstvereinbarung nun auch die Gruppe der Soldaten miterfasst. Nunmehr müssen alle örtlichen Regelungen auf ihre Vereinbarkeit mit der Rahmendienstvereinbarung überprüft und gegebenenfalls abgeändert werden. Darüber hinaus eröffnet diese eine Vielzahl von Möglichkeiten, auf welche Art und Weise die Arbeitszeiten geregelt werden können. Das Seminar adressiert die daraus entstehenden Fragen.

Die Teilnehmenden erfahren, welche Möglichkeiten sie als Personalvertreter haben, die Rahmendienstvereinbarung mitzugestalten Insbesondere werden praktische Hinweise für die Erstellung einer eigenen Dienstvereinbarung vermittelt.  Dabei erläutern die Referenten auch verschiedene Arbeitszeitmodelle und stellen deren jeweilige Voraussetzungen und Auswirkungen dar. Auch die Besonderheiten der verschiedenen Statusgruppen werden aufgezeigt.

Burnout im Dienstalltag – Der Umgang mit psychischen Überbelastungen in der Dienststelle

Die Ursachen für beruflich bedingte psychische Überlastungen sind vielfältig. Sie liegen oft in einer hohen Arbeitsbelastung, schlechten Arbeitsbedingungen oder Stress durch ein zu großes Arbeitspensum bei zu eng gesteckten Zeitrahmen. Auch ein schlechtes Arbeitsklima, wenig tragfähige Beziehungen zu den Mitarbeitern, mangelnde Unterstützung durch den Vorgesetzten oder Überforderung durchwachsende Komplexität der Arbeitsabläufe und -zusammenhänge können ein Burnout mit verursachen.

Dienststellenleiter und Vorgesetzte aller Ebenen sind verantwortlich für die gesundheitliche Unversehrtheit der ihnen anvertrauten Beschäftigten. Aber auch Personalräte haben die Pflicht, die Augen offen zu halten. In diesem Seminar erfahren Sie, wie Sie erste Anzeichen für ein drohendes Burnout frühzeitig erkennen können. Sie entwickeln ein Bewusstsein dafür, welche Personen besonders gefährdet sind und welche Rahmenbedingungen ein Burnout verstärken können. Außerdem erarbeiten Sie, wie Sie eine geeignete Analyse durchführen und wie Sie Veränderungen einleiten oder anregen können.

Mit dieser Schulung möchten wir nicht nur Personalratsmitglieder der Bundeswehr ansprechen, sondern auch die Gleichstellungsbeauftragten, die Schwerbehindertenvertretung und auch Dienststellenleiter oder ihre Vertreter sind herzlich willkommen!

Wertschätzend kommunizieren, Menschen besser verstehen und überzeugen

Fragen Sie sich auch manchmal, warum beim Gesprächspartner oft etwas ganz anderes ankommt, als Sie sagen wollten. Warum reden wir aneinander vorbei und finden einfach keine gemeinsamen Lösungen? In diesem Seminar lernen Sie, die eigene Kommunikation und die Ihres Gegenübers zu hinterfragen. Die Schulung unterstützt damit Ihre Arbeit innerhalb der Personalvertretung und Ihre Zusammenarbeit mit der Dienststellenleitung.
Zielgruppenorientiert und maßgeschneidert richtet sich das Seminar insbesondere an die, die erfolgreiche und lebendige Kommunikation wirkungsvoll einsetzen wollen.

In diesem Seminar lernen Sie die Grundlagen der wertschätzenden Kommunikation kennen, die Körpersprache zu entschlüsseln, kooperativ und konstruktiv zu kommunizieren sowie den Umgang mit schwierigen Situationen besser zu meistern. Machen Sie sich fit für die große Herausforderung der zwischenmenschlichen Kommunikation. Trainieren Sie praxiserprobte Gesprächstechniken, um im Umgang mit den Mitgliedern der Personalvertretung, den Beschäftigten sowie der Dienststellenleitung noch überzeugender zu kommunizieren.

Die Umsetzung des SBG laut ZDv A 1472/1

Diese Dienstvorschrift definiert, wie aus Sicht des Ministeriums das Soldatenbeteiligungsgesetz in den Dienststellen umzusetzen ist. Das Seminar erläutert die Systematik der Vorschrift und beleuchtet dessen Vorgaben mit dem Schwerpunkt auf die praktische Umsetzung im Dienstalltag.

Die Schulungsleiter vermitteln Wissen über die unterschiedlichen Zuständigkeiten, die Zusammensetzung der Versammlungen und die Auslegung der Beteiligungstatbestände. Sie beantworten zudem Fragen, die bei der Umsetzung auftreten und unterstützen dabei, bestehende Unklarheiten über Auslegungstatbestände abzubauen.

Das Seminar richtet sich sowohl an Vertrauenspersonen als auch Personalräte, da beide das SBG in der täglichen Beteiligungspraxis anzuwenden haben.

Mobbing in der Bundeswehr

Durch die andauernden Veränderungen, wie Reduzierung des Personalumfangs oder die umfangreiche Schließung von Standorten nimmt der Konkurrenzkampf um die verbleibenden Dienstposten zu. Dies kann unter Umständen zu existenzieller Bedrohung und Belastung führen, mit der Folge, dass der Umgangston rauer und die Ellenbogen spitzer werden.

Um diesen Entwicklungen mit geeigneten Mitteln gezielt entgegentreten zu können, ist es notwendig Personalräte, Vertrauenspersonen, Gleichstellungsbeauftragte und Vertrauenspersonen der schwerbehinderten Menschen in die Lage zu versetzen, Situationen, in denen es zu Mobbing kommen kann zu erkennen.

Denn nur wer gut vorbereitet ist, wird den betroffenen Menschen die erforderliche Hilfestellung und Unterstützung gewähren können, um Schaden von der Dienststelle und Beschäftigten abzuwenden. Bestenfalls gelingt es, diese besonders belastenden Situationen durch geeignete Präventionsmaßnahmen nicht entstehen zu lassen.

Bei dem Seminarhandelt es sich um eine anerkannte Spezialschulung (Oberverwaltungsgericht Schleswig vom 7.4.2003 - 11 LB 3/02).