20 Jahre Afghanistan: Was hat Deutschlands Einsatz am Hindukusch gebracht?

Kein Einsatz hat die Bundeswehr so geprägt wie die Missionen am Hindukusch. Tausende Soldatinnen und Soldaten taten – oftmals mehrfach – ihren Dienst in dem fernen Land, fuhren Patrouille, zeigten Präsenz und halfen, das verheerte Land aufzubauen. Doch die Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten waren eben nicht nur „Brunnenbohrer“, sondern auch Kämpfer. Seit Afghanistan kennt Deutschland wieder Veteranen, Versehrte und auch Gefallene. Die Bundeswehr, Deutschland war im Krieg.

Die NATO hat inzwischen mit dem Truppenabzug begonnen. Im Sommer dieses Jahres werden die letzten amerikanischen Soldaten das Land verlassen. Das KSK sichert das deutsche Kontingent auf seinem Weg zurück in die Heimat ab. Die Sicherheitslage ist angespannt, eine politische Lösung des Konflikts, wie sie stets gefordert wurde, nicht in Sicht.

War der Einsatz also umsonst? Was bleibt von 20 Jahren Einsatz am Hindukusch? War das Erreichte es wert, dass 59 Bundeswehrsoldaten ihr Leben verloren haben – davon 35 im Gefecht, durch Anschläge oder Sprengfallen? Wie geht es Soldatinnen und Soldaten, die in Afghanistan gedient und gekämpft haben nach ihrem Einsatz?

Zu diesen Fragen richtete das Bildungswerk des Deutschen BundeswehrVerbandes am 25. Mai 2021 eine digitale Veranstaltung aus.

Nach einer Begrüßung und Einführung durch den Bundesvorsitzenden des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberstleutnant André Wüstner, erwartete die Teilnehmenden ein Impulsvortrag von Generalleutnant Bernd Schütt, Abteilungsleiter Strategie und Einsatz im Bundesministerium der Verteidigung.

Einen umfassenden Blick zurück haben in einer ersten Diskussionsrunde Prof. Dr. Sönke Neitzel von der Universität Potsdam, der ehemalige Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages und langjährige Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Dr. Hans-Peter Bartels, sowie der Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberstleutnant André Wüstner, geworfen.

Die zweite Diskussionsrunde bestritten hingegen ausschließlich Afghanistanveteranen der Bundeswehr. Oberstleutnant i. G. Marcel Bohnert, Hauptfeldwebel Steffi Schenke und Stabsfeldwebel d. R. Stefan Deuschl schilderten ihre Sicht auf den Einsatz und zeigten, was ein Mandat des Deutschen Bundestages für den einzelnen Soldaten konkret bedeuten kann.

Im Anschluss an die Diskussionsrunde zum Afghanistan-Einsatz folgte ein Impuls des Generalinspekteurs der Bundeswehr zum Thema Afghanistan. Danach sprach der Bundesvorsitzende André Wüstner mit General Eberhard Zorn zum Eckpunktepapier für die Bundeswehr der Zukunft. mehr lesen: